Alpiner Tourismus

Sicherlich ist ein verschneiter Winterurlaub in der österreichischen Bergwelt mit romantisch verschneiten Gipfeln, traumhaften Winterwäldern und sportlichen Wintersportmöglichkeiten ein erstrebenswerter Ort um den Alltag zu vergessen und einmal richtig zu Entspannen oder beim Skifahren einmal den etwas anderen Spaß zu suchen. Doch der alpine Tourismus bringt nicht nur positive Seiten mit sich.

Vor allem im Sommer sieht man die Auswirkungen des Skitourismus auf die alpine Bergewelt. Kahlgeschlagene Berghänge umzäunt von einem planlos wirkendem Sichtschutzzaun in mitten der sonst traumhaften Kulisse. Neben dem optischen Bild leidet auch die Natur. Rückzugsmöglichkeiten für Wildtiere wurden durch das Abholzen der Wälder reduziert, Wanderruten durch wie einen Vorgartenzaun unterteilten Parzellen unterbrochen. Auch das immer höhere Touristenaufkommen in der Bergewelt Österreichs und die damit einhergehende Unruhe haben ihre Spuren an der Natur und ihren Bewohnern hinterlassen.

Neben den unmittelbaren Folgen auf die heimische Flora und Fauna ist der radikale Tourismus in den Bergen an anderen Dingen beteiligt. Vor allem die Zunahme von Schnee- und Schlammlawinen zeigen dies nur all zu deutlich. Die ehemalig dicht bewachsenen Berghänge haben vor ihrem Kahlschlag als natürliche Barriere für Schnee- und Gerölllawinen gesorgt. Durch das Fehlen der dortigen Flora können Lawinen nun ungehindert in die Täler stürzen und werden dabei zur tödlichen Gefahr.

Aber es gibt auch positives zu berichten. Dank des Erkennens der Gefahr und dem Rückgang seltener Tiere wie Gänsegeier oder Steinadler, wurden produktive Umweltschutzmaßnahmen zum Erhalt der alpinen Bergwelt ins Leben gerufen. Doch auch der einzelne Tourist kann viel zum Naturschutz beitragen. So sollten kommerziell organisierte Skipisten die einen groben Kahlschlag an den heimischen Wäldern begünstigen gemieden werden. Auch sollte auf örtliche Naturschutzbestimmungen und auf die Pflanzen- und Tierwelt beim Wandern in den Bergen geachtet werden.